Mission
Nachdem der erste Fotograf krank geworden war, bekam ich kurzfristig das Angebot, am großen Tag einzuspringen. Trotz einiger Herausforderungen wurden die Aufnahmen gut genug, um dem jungen Brautpaar zu gefallen.
Herausforderungen
Aufgrund des engen Zeitfensters traten viele Schwierigkeiten auf. Das knappe und oberflächliche Briefing machte es schwer, eine Motivliste zu planen, da weder der Ablauf noch der Ort bekannt waren. Alles musste spontan vor Ort improvisiert werden, ohne dabei die besonderen, einmaligen Momente zu verpassen. Schließlich heiratet man nicht so oft.
Außerdem hatte ich keine eigene Kamera zur Verfügung und bekam daher für den Tag geliehenes Equipment. Mit Kamera und Objektiv nicht vertraut zu sein, erhöht den Druck in einer ohnehin schon anspruchsvollen Situation nur noch mehr, besonders angesichts der Atmosphäre einer Hochzeit. Der Ort umfasste vier Bereiche: den Hauptraum mit Bühne und Bar, den Speisesaal, den Wintergarten sowie einen Außenbereich; jeder mit anderem Licht, was mich dazu zwang, die Einstellungen meiner fremden Kamera ständig anzupassen.
Ablauf
Mein Tag begann etwas vor dem üblichen Eintreffen der Gäste, als ich mich in den Hotelzimmern des Bräutigams und des Trauzeugen zur Besprechung anschloss und dabei schon ein paar Aufnahmen während der Vorbereitung machte.
Früh am Mittag traf das Paar vor der Location ein und gesellte sich zu den geduldigen Gästen. Lockere Gespräche überlagerten die Aufregung, während sich alle unterhielten und überall an der schönen Location gemeinsam Fotos machten, um Erinnerungen zum Festhalten zu haben.
Bald darauf begann die Hochzeitszeremonie im Hauptraum, während der Speisesaal und das Buffet im Wintergarten vorbereitet wurden. Große Emotionen, viele Umarmungen und fließende Tränen folgten dem besiegelnden Kuss und machten aus dem jungen Paar ein Ehepaar.
Der Tag endete mit einem üppigen Essen und der Eröffnung der Tanzfläche im Hauptraum, um ein paar der Kalorien der Hochzeitstorte wieder loszuwerden. Obwohl ich die Veranstaltung bis spät in den Abend begleitete, werden Fotos aus diesem Teil des Tages hier nicht gezeigt, um Privatsphäre zu gewähren.
Fazit
Auch wenn dies aus vielen Gründen eine stressige Veranstaltung war, war sie für den 20-jährigen Amateurfotografen, der ich damals war, eine großartige Lernerfahrung. Falls der kleine Artikel und die zu sehenden Fotos gefallen, würde ich mich darüber freuen, in den Kontakt zu kommen und zusammenzuarbeiten.







